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Welcome to paradise: Koh Rong Samloem

In Siem Reap fragte uns eine Kambodschanerin, ob wir denn einige Tage auf Koh Rong Samloem eingeplant haben. Ne, hatten wir nicht, aber dieser fremdländische Namen verursachte irgendwie ein Kribbeln im Bauch…

Es ließ uns nicht mehr los und wir wollten diesen Ort entdecken. Egal, wie weit er entfernt ist oder was uns dort erwarten wird. Kurz darauf saßen wir schon im Bus von Phnom Penh nach Sihanoukville, einer Hafenstadt in Kambodscha. Die Fahrt dauerte etwa 4,5 Stunden – ein guter Schnitt für 190 Kilometer, oder? Als wir in der Hafenstadt ankamen, sahen wir schon das azurblaue Meer. Kaum zu fassen, dass wir es am 25. Tag unserer Reise ENDLICH an den Beach geschafft haben. Wir waren reif für die Insel.

Mit der Speed Ferry ging es innerhalb von 45 Minuten auf die Insel. Kann ich meinen Augen noch trauen oder war ich zu sehr geblendet von dem schneeweißen Sandstrand? Als wir das Pier betraten, stand schon fest, dass wir uns im Paradies befinden. Das kristallklare Wasser der Saracen Bay glitzerte in der Sonne.

Es scheint hier tatsächlich noch ein verstecktes Juwel zu sein. Selbst am Hauptstrand, der Saracen Bay, geht es ruhig und beschaulich zu. So stelle ich mir die thailändischen Inseln vor zig Jahren vor. WIFI funktioniert hier nur dürftig – umso besser. Die große Schwester Koh Rong scheint wohl die Partyinsel zu sein. Gut, dass wir dem Tipp der Kambodschanerin gefolgt sind und somit einige Tage in ruhiger und paradiesischer Lage genießen konnten. Und was sagt und das wieder? Es ist super, wenn man Zeit hat und nichts vorgebucht hat, denn nur so kann man von Spontanaktionen überrascht werden.

Nach dem ersten Tag am Strand fährt man automatisch zwei bis drei Gänge zurück. Touristen gibt es nicht sehr viele. Krachende Longtailboote gibt es auch nicht. Die Speed Ferry stoppt zwar 3 x täglich, aber wenn man gerade zufällig die Augen geschlossen hat, bekommt man es nicht einmal mit. Einige Touristen kommen, einige gehen. Die Insel ist alles andere als überlaufen. Genau das lieben wir! Einsam am Beach mit Ausblick auf das türkisfarbene Meer.

Wir nächtigten in der Paradise Villa. Dieses kleine, schnucklige Bungalow erinnerte uns an unseren Aufenthalt in Puerto Viejo/Costa Rica. Die Hütte war eingebaut in den Dschungel mit einer Regenwalddusche (Wasser allerdings kalt), aber dafür Blick auf das Meer. Durch die offenen Wände hört, sieht und schmeckt man das Meer die ganze Nacht. Am nächsten Morgen bekamen wir Besuch, direkt über dem Bett – ein Bild explizit für mein Schwesterherz – ist er nicht schön?! Schlimmer geht’s immer, es hätte schließlich auch eine Schlange vorbeischauen können!

Weit weg von Motorbikes, Tuk-Tuks und sonstigem Krach oder Lärm. Hier gibt es nicht einmal Straßen. Abgesehen davon, ist die Insel auch nicht ans Stromnetz angeschlossen. Der Strom kommt aus Diesel-Generatoren. Die Restaurants und Bars der Insel schließen spätestens um 22:00 Uhr. Es ist hier also alles andere als eine von Backpackern besiedelte Partyinsel. Hotelanlagen oder Partymeilen sucht man hier vergebens. Koh Rong Samloem ist einfach paradiesisch und zum relaxen. Jeden Abend ließen wir gemütlich ausklingen mit den Füßen im Sand und genossen den fangfrischen, gegrillten Fisch.

Sobald ich allerdings meine Füße in den Sand setze und auf das Wasser zulaufe, denke ich zurück an mein erstes Taucherlebnis in Australien. Sofort macht sich eine Sehnsucht in mir breit und mir wird schlagartig bewusst, wie sehr ich das Meer in den letzten Monaten vermisste. Das ist wohl das, was mir zu Hause am meisten fehlt: das Meer. Und alles was dazugehört: Strand, Meeresrauschen, barfuß im Sand, Beachlook, Schnorcheln, Tauchen, usw. Während des gesamten Inselaufenthaltes bin ich allerdings nicht abgetaucht, da ich jede Minute mit Conny verbringen wollte, denn unsere Tage sind mittlerweile gezählt. In den nächsten Monaten werde ich irgendwo in Südostasien (vermutlich in Thailand) meinen Tauchschein machen. Diese Sehnsucht muss ich stillen und ich freue mich schon heute unendlich darauf.

Wobei ich ehrlich gestehen muss, dass es auch mal gut tat, einige Tage abzuhängen und einfach mal nichts zu tun. Hier schläft nicht nur der tolino, sondern die ganze Insel…

Wer hätte gedacht, dass man ein solches Paradies in Kambodscha vorfindet?

Wir wären gerne noch einige Tage länger auf Koh Rong Samloem geblieben. Dann hätten wir auch Ausflüge zu den Nachbarinseln unternommen. Gerne würden wir baldmöglichst zurückkommen, denn so ruhig und idyllisch wird es hier vielleicht nicht mehr lange sein. Nach den Tagen im Paradies fühlten wir uns “frischer” – wie gut so eine Meeresbrise tut!

Wichtig: Einen Geldautomaten gibt es weder hier noch auf der Nachbarinsel Koh Rong.

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss:

Auf der gegenüberliegenden Seite der Insel befindet sich der Lazy Beach. Er ist durch einen einfach zu begehenden Pfad – Flipflops problemlos möglich – durch eine kleine Dschungellandschaft in rund 15 – 20 Minuten zu erreichen. Dort ist es noch ruhiger, obwohl es in der Saracen Bay schon ausgesprochen still ist.

Wunderschöne Tage im Paradies!!!

 

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4 comments

  1. Das ist ja das pure Paradies😍🌴🍉

    1. Jaa, es waren wundervolle Tage 🙂
      Sollte man bereist haben, bevor der Massentourismus ausbricht…

  2. sind die drei Liegen für uns jetzt reserviert? Anna Gaby und Angela?

    1. Ja, na klar! Wo bleibt ihr denn? 🙂

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