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Unsere Entdeckungstour in und um Chiang Mai

Chiang Mai Tempel

SAME SAME, BUT DIFFERENT 

Dies ist der absolute Lieblingsspruch der Thais. Bei jedem Einkauf, beim Check-In, bei der Rollervermietung – eigentlich in jeder Lebenssituation wird er gebracht.

In 2014 erkundeten wir Ayutthaya (klicke hier, wenn du mehr darüber erfahren möchtest) und waren überaus begeistert. Im ersten Moment empfanden wir Chiang Mai ähnlich wie Ayutthaya sowie auch ein wenig wie Bangkok, aber eben doch anders. Deshalb passt der Lieblingsspruch der Thais ganz gut.

Die Highlights unserer Erkundungstour in und um Chiang Mai verrate ich dir hier:

  • Kochkurs

Absolut empfehlenswert ist die Kochschule “The First Cookery School – Est. 1995”. Das Motto lautet: Learn to cook like a Thai. Schon früh morgens gingen wir mit den Locals über den Markt und besorgten unsere notwendigen Zutaten. Wir wurden aufgeklärt über sämtliche Gewürze, Früchte, Blätter, Wurzeln, Gemüsesorten, etc. Als wir dann später in der Kochschule ankamen, wurde gebrutzelt was das Zeug hält. Wir kochten, schlemmten, kochten und schlemmten – und das den ganzen Tag lang. Willkommen im Schlaraffenland.

  • Tempelbesuche

In Chiang Mai gibt es etwa 300 Tempel. Egal in welchem Guesthouse du untergebracht bist, der nächste Tempel ist sicherlich nicht weit entfernt. Wir haben an die zehn Tempel besichtigt und ich möchte dir gerne unsere Top 3 vorstellen:

  1. Wat Phra That Doi Suthep (Bild links)
  2. Wat Chedi Luang (Bild Mitte)
  3. Wat Rajamontean (Bild rechts)

Besonders sehenswert ist der Wat Phra That Doi Suthep. Er liegt zwar etwas außerhalb, aber die Strecke lohnt sich, da man hier einen wunderbaren Ausblick auf Chiang Mai hat. Egal ob bei Tag oder Nacht, dieser Tempel sollte bei jedem auf dem Pflichtprogramm stehen. Nach der Besichtigung dieses wunderschönen Tempels sind wir die Serpentinen weiter und immer weiter gefahren, bis wir schließlich – ganz durch Zufall – in einem kleinen versteckten Bergdorf ankamen. Das kleine authentische Dorf nennt sich ‘Hmong Doi Pui Village’. Wunderschöne Gärten, ein toller Wasserfall und ein sehr interessantes Dorf, um Einblicke in das alltägliche Leben zu bekommen.

  • MUST-SEE: Yee-Peng Festival

Solltest du Ende Oktober/Anfang November in Chiang Mai sein, darfst du dir dieses Festival auf keinen Fall entgehen lassen. Wenn du mehr wissen willst, schaue doch mal in meinem separaten Artikel darüber vorbei.

  • Paraden an Loy Krathong

In ganz Thailand wird dieses Fest gefeiert, aber nirgends ist es so riesig wie hier. Drei Tage lang werden Paraden mit großen Wagen von der Altstadt bis ans Ufer des Ping Flusses veranstaltet. Übersetzt wird Loy Krathong sinngemäß mit “schwimmendes Floß”. Man kann also in der gesamten Stadt selbstgemachte Boote, z. B. aus Bananenblätter kaufen. Es ist unglaublich, welch ein Aufwand für dieses Festival betrieben wird. Überall stehen Kerzen und die Lampions ziehen sich durch alle Straßen. An jeder Ecke herrscht Marktbetrieb. Ob Garküchen, Kleidung, Deko, selbstgemachte Ware, usw. Ein Fest, das für immer in Erinnerung bleibt!

  • Anusarn Market (von 17:00 Uhr bis Mitternacht)

Diesen Markt findest du in der Nähe vom Night Bazaar oder der Pantip Plaza. Bei Live-Musik macht es durchaus noch mehr Spaß ein wenig zu bummeln. Zur späteren Stunde findet hier auch die ein oder andere Ladyboy-Show statt.

  • Garküchen

Chiang Mai würde ich sofort auch mit Essen verbinden. In keiner anderen Stadt habe ich sooo viel gegessen. Das Angebot ist einfach zu verlockend. Eigentlich hat man das Gefühl satt bis oben hin zu sein und schon wartet an der nächsten Ecke ein Stand mit etwas Neuem, das man noch nicht kennt. Ein absolutes Paradies zum Schlemmen. Deshalb ist es vielleicht auch gar nicht so schlecht, einen Kochkurs zu belegen. Vielleicht kann man das ein oder andere Gericht in ähnlicher Art und Weise doch mal zu Hause nachkochen (ein Rezepte-Buch war im Preis inklusive).

  • Scooter mieten und das Umland erkunden

Für fünf Tage mieteten wir uns ein Motorbike. Sobald man mal zur Stadt draußen ist, ist es kein größeres Problem. In Downtown allerdings ist Vorsicht geboten. Die Regeln verstehe ich nach wie vor nicht. Irgendwie fährt jeder kreuz und quer. Das Wichtigste ist, dass du vorsichtig bist, vorausschauend fährst und vor allem auch deinen internationalen Führerschein dabei hast! Es hilft nichts, wenn dieser im Guesthouse liegt (uns leider passiert). Zur Strafe mussten wir 200 Baht blechen. Wir haben vom Polizisten einen “Spezialpreis” bekommen. Das Gesetz sieht eigentlich 400 Baht vor. Naja, diese 5 € können wir gerade noch verkraften. Jeder einzelne Rollerfahrer wurde herausgezogen. Die Schlange war unendlich lang, somit konnten wir nach Verhandlung mit dem Polizisten auch darüber lachen. Dennoch ist es nicht empfohlen ohne internationalen Führerschein loszuziehen! Solltest du einen Unfall verursachen oder in einen verwickelt sein, kann es zu großen Problemen kommen. Ab jetzt haben wir unseren auch immer dabei.

Zurück zu unserem Trip: Unser Hauptgepäck ließen wir im ursprünglichen Guesthouse und machten uns mit nur einem Daypack auf die Reise. An die 300 Kilometer fuhren wir Auf und Ab im Norden von Thailand. Was wir alles erlebten? Das würde den Rahmen hier sprengen. Kurzum: es waren super erlebnisreiche Tage. Der Grat zwischen Arm und Reich, Trauer und Glückseligkeit ist schmal in diesen Gegenden. Verständigung kaum noch möglich. Auch wenn wir nicht mit den Thais kommunizieren konnten, lächeln tun sie alle. Kilometer über Kilometer fuhren wir – Serpentinen über Serpentinen (Vorsicht vor Schlaglöchern!). Links und rechts von der Straße der saftig grüne Dschungel, dahinter die hohen Berge. Hindurch kilometerlanger Bananenplantagen. Neben uns auf der Teerstraße Händler, die ihre Ware verkaufen wollen, wilde Hunde, Kühe und Buddhastatuen. In Pai (etwa 130 km entfernt von Chiang Mai) ließen wir uns nieder. Herrliche Luft in den Bergen, zwar etwas kühler, aber dennoch sehr angenehm. In Chiang Mai haben wir sowieso geschwitzt, sodass die Abkühlung zwischendurch ganz gut tat. Für uns ein ganz besonderes Highlight war unsere allererste Yogastunde. Werden wir definitiv fortführen.

FAZIT: 

In Chiang Mai gibt es zwar weder Meer noch Strand, aber wer Thailand intensiv bereisen möchte und in die Kultur eintauchen will, sollte sich den Norden keinesfalls entgehen lassen! Es ist ein Ort, an dem man gerne hängenbleibt. Ich würde sogar sagen, dass Chiang Mai zu einem meiner Lieblingsorte in Thailand geworden ist.

Morgen verlassen wir das schöne Städtchen. Der erste Grenzübergang steht bevor. Ob wir es geschafft haben, erfahrt ihr im nächsten Beitrag. Bis die Tage!

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