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Neuseeland -die Südinsel individuell entdecken- von Amors Pfeil getroffen (Teil 1)

Neuseeland Südinsel Lake Tekapo Blumenfeld

Kia Ora!

Du möchtest Neuseeland entdecken? Dann nichts wie los. Dieses Land ist ein ideales Selbstfahrer-Ziel. Meiner Meinung nach ist ein Campervan die goldrichtige Entscheidung.

Eines der Highlights unserer Rundreise waren nämlich tatsächlich die Übernachtungsplätze. Was gibt es Schöneres als an einem abgelegenem Ort für wenig Geld, teilweise sogar kostenfrei, zu nächtigen? Schon beim Öffnen der Vorhänge spürten wir das absolute Freiheitsgefühl. Blicke in unendliche Weiten, in traumhafte (Berg-)Landschaften oder auf das endlose Meer.

Unser Ausgangspunkt war Christchurch. Diese Stadt wurde 2010 und 2011 von verheerenden Erdbeben fast vollständig zerstört. Die Spuren der Katastrophe sind noch heute zu erkennen, insbesondere im historischen Stadtzentrum. Jahre später kämpfen die “Kiwis” noch immer mit dem Wiederaufbau. Wir waren dermaßen schockiert über das Ausmaß dieses Erdbebens, denn Christchurch liegt – noch Jahre später – im totalen Trümmerhaufen. Es wird geschätzt, dass der Wiederaufbau noch weitere 25 bis 30 Jahre dauern wird.

Neuseeland Südinsel Christchurch

Leider ist das mit den Erdbeben in Neuseeland keine Seltenheit. Jährlich werden rund 20.000 Erdbeben registriert, was Neuseeland zu einem der erdbebenreichsten Länder der Welt macht. Darunter sind etwa 100 bis 150, die zu einer ernsthaften Bedrohung werden könnten. Zwei Monate bevor wir das Land bereisten, gab es eines in Kaikoura, das zum Teil erhebliche Schäden an der Infrastruktur verursachte. Wir mussten viele Umleitungen in Kauf nehmen, um diese kleine malerische Küstenstadt zu erreichen.

Aber die Umwege haben sich gelohnt, denn wir erlebten dort eines unserer größten Highlights: Schwimmen mit Delfinen!

Es gibt nur ein Unternehmen, nämlich Encounter Kaikoura, das dieses unvergessliche Erlebnis anbietet. In den frühen Morgenstunden schipperten wir mit dem Boot hinaus, denn pünktlich zum Sonnenaufgang wollten wir im Meer sein. Lange Zeit waren wir auf dem offenen Meer unterwegs. Teilweise hatten wir schon die Befürchtung, dass wir zurückfahren werden, ohne mit den Delfinen geschwommen zu sein. Doch irgendwann stoppte der Captain das Boot und gab uns das Zeichen für den Jump. Wir legten unser Schnorchel-Equipment an und glitten langsam in das eiskalte Wasser. Mittlerweile war es 06:00 Uhr – ich war hellwach, als ich im 16°C kalten Wasser ankam. Es war einfach nur kalt kalt und nochmals kalt! Wir zappelten wie verrückt, um irgendwie warm zu werden. In einer rasenden Geschwindigkeit kamen die ersten Delfine auf uns zu. Sofort war das Kältegefühl wie ausgeblendet und wir schwammen neben den unglaublichen Meeresgiganten. Voller Freude springen sie in die Höhe oder tanzen um einen herum.

Als wäre es nicht schon beeindruckend genug mit Delfinen zu schwimmen. Sobald wir wieder auf dem Boot waren, fand noch eine Akrobatik-Show der Delfine statt – wir waren hin und weg!

Für dieses Erlebnis gibt es keine Worte, ich lasse hier einfach mal das Video sprechen (bitte über die komischen Laute von uns keine Gedanken machen: uns wurde vorher gesagt, dass Delfine auf Geräusche, wie summen, singen, pfeifen oder quietschen reagieren).

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich wir nach diesem Erlebnis waren! Das Allerschönste daran ist, dass die Delfine im offenen Meer schwimmen und sie in ihrer Lebensweise überhaupt nicht eingeschränkt werden. Wie ihr wisst, sind wir ABSOLUT gegen Tierquälerei. Dazu zählen für uns auch Zirkus, Zoo und vor allem auch Whale-Watching (einmal und nie wieder!)

Neuseeland Südinsel Kaikoura Seal Colony Schild

Nach einer Stärkung ging es für uns mit einem breiten Grinsen weiter zur Peninsula Seal Colony. Hier leben Robben in natürlicher Umgebung. Es gibt weder Absperrungen, noch Ranger. Lediglich Warnschilder, die darauf hinweisen, 10 Meter Abstand zu halten. Am Morgen die Delfine und am Vormittag eine ganze Herde von Robben, wir waren überwältigt.

Neuseeland Südinsel Kaikoura Seal Colony

Nach einem kurzen Anstieg zu einem Wasserfall findet man die Baby Seal Colony. Ein unglaublich schönes Gefühl die Mütter mit ihren kleinen Robben im Fluss zu beobachten. Die verspielten Robben toben herum und amüsieren sich im Wasser. Wir hatten total das Zeitgefühl verloren und verbrachten Stunden um Stunden damit, diese süßen Tiere zu beobachten.

Neuseeland Südinsel Kaikoura Baby Seal Colony

Der Kaikoura Seafood BBQ Kiosk sollte keinesfalls unerwähnt bleiben! Diese kleine, urige Imbissbude am Straßenrand direkt am Meer bietet den wohl besten Seafood Platter, den wir je gegessen hatten. Prawns, Langusten, Jakobsmuscheln – ein Geschmackserlebnis der besonderen Art in herrlicher Kulisse. Das erstklassige Seafood rechtfertigt dem kleinen Fischerort seinen Namen, denn >Kai< bedeutet Essen und >Koura< Languste. Wir aßen dort zwei Tage hintereinander und wenn wir nicht weitergezogen wären…

Neuseeland Südinsel Kaikoura Seafood BBQ Kiosk

… Der Roadtrip ging weiter durch atemberaubende Landschaften! Wir können euch nur empfehlen mega viel Zeit selbst für kurze Strecken einzuplanen. Streckenweise kommt man nicht vom Fleck, da man immer wieder stehen bleiben wird, um die traumhaften Kulissen abzulichten oder einfach nur ins Tal zu schauen bzw. Schafe zu beobachten etc.

Neuseeland Südinsel Fahrt Kaikoura zum Lake Tekapo Neuseeland Südinsel Fahrt Kaikoura zum Lake Tekapo Schafe

Traumkulisse: Lake Tekapo

Ein Ort, für den es keine Worte gibt! Ringsherum gibt es kleinere Campingplätze. Sofort Van abstellen und ab an den See.

Neuseeland Südinsel Lake Tekapo

Für uns war es unglaublich schön nach einer Wanderung um den Lake Tekapo – direkt am See sitzend – lecker zu grillen.

Neuseeland Südinsel Schlafplatz Wein Lake Tekapo Neuseeland Südinsel Lake Tekapo Sonnenuntergang

Und genau das meinte ich oben, als ich schrieb, dass es nichts Schöneres gibt, als an einem solch wunderschönen Ort zu nächtigen. Es fiel uns nur so schwer die Vorhänge zu schließen, da wir uns an dem sensationellen Sternenhimmel nicht satt sehen konnten…

Am nächsten Morgen steuerten wir den Mt. John an. Von hier aus kann man eine herrliche Aussicht auf den Lake Alexandrina und vor allem den überwältigendem Mt. Cook genießen.

Neuseeland Südinsel Mt. John AussichtNeuseeland Südinsel Mt. John Aussicht Mt. Cook

Den Abend kann man in den Tekapo Springs (oder auch Hot Pools) ausklingen lassen. Während man in einem warmen Pool (bis zu 41° C) sitzt, kann man den Sonnenuntergang hinter den Alpen und den langsam aufkommenden Sternenhimmel bestaunen.

Durch Zufall entdeckten wir am Straßenrand ein Schild zur ‘Lavender Farm’. Kurzentschlossen entschieden wir uns für einen kleinen Stopp. Eine traumhafte Kulisse bei herrlichem Geruch. Wie viel Spaß es machte mit dem alten klapprigen Fahrrad durch die lilafarbenen Felder zu cruisen…

Neuseeland Südinsel Lavender Farm

Wir kamen einfach nicht voran. Ein weiteres Schild führte uns zur ‘Mt. Cook Alpine Salmon Farm’. Hier verzehrten wir Lachsprodukte erstklassiger Qualität! Der Lachs wird als “Edel-Lachs” bezeichnet, da er extrem fettarm ist. Aufgrund der sehr guten Wasserqualität, werden die Tiere dort ohne Medikamente herangezüchnet. Dieses Geschmackserlebnis sollte man sich nicht entgehen lassen! Zum Glück gab es im Campervan einen größeren Kühlschrank…

Lake Tekapo nach Wanaka mit Zwischenstopp an den Omarama Clay Cliffs

Plane für diese Strecke viel Zeit ein. Du wirst hier häufig stehen bleiben, um Fotos zu schießen. Für gute 200 Kilometer sollte man mindestens drei Stunden einplanen. Auf etwa der Hälfte der Strecke befinden sich auf einem privaten Grundstück die “Omarama Clay Cliffs”. Ein Abstecher, der sich lohnt! Um die Lehm-Felsen zu bestaunen, musst du durch zwei Tore fahren, die du selbstständig öffnen (und logischerweise) auch wieder schließen musst.

Neuseeland Südinsel Omarama Clay Cliffs
In Wanaka erlebten wir zwei Highlights unserer Reise. Abgesehen davon, dass Wanaka an sich schon ein super schönes, gemütliches Städtchen ist, das direkt am Lake Wanaka liegt und von tollen Bergpanoramen umgeben ist, kann man hier richtig was erleben.

  • Roys Peak Track:

Der Aufstieg wird mit einer Panoramaaussicht von 1.578 Meter belohnt. Serpentine über Serpentine geht es nach oben, vorbei an vielen Schafen, die neugierig ihre Köpfe strecken. Der Weg erstreckt sich über 8 km, der kontinuierlich bergauf geht. Es war teilweise schon ein wenig anstrengend, aber mit genügend Wasser und kleineren Pausen kein größeres Problem. Je weiter wir nach oben kamen, desto kühler wurde es – klar, aber der traumhafte Ausblick entschädigte alles. Unten das sonnige Tal von Wanaka und auf weite Ferne der Mount Aspiring – eine Panoramaaussicht mit WOW-Effekt.

Wir hatten noch nicht genug und legten eine zusätzliche Höhenwanderung bis zum Mt. Alpha (1.631 Meter) zurück. Es war “nur noch” ein Kilometer, aber das ständige Bergauf machte sich doch langsam bemerkbar. Jammern ist nicht. Denn vom Gipfel hat man nun mal den besten Blick! Zwar war es oben recht windig und kalt, aber der Blick entlohnte tatsächlich alle Strapazen und wir können stolz behaupten: Definitiv der beste Daywalk auf der Südinsel!

Am Ende des Tages legten wir eine Wanderung über 20 km und 1.830 Höhenmeter zurück. Wir hatten uns unseren leckeren gegrillten Fisch und eine Bottle neuseeländischen Wein mehr als verdient.

  • Skydiving Wanaka

Eigentlich ist ja Queenstown die Abenteuerstadt Neuseelands schlechthin. Wir allerdings erlebten unseren Adrenalin-Kick in Wanaka. Ehrlich gesagt weiß ich bis heute nicht, was uns geritten hat, aber wir buchten uns kurz entschlossen einen Sprung aus dem Flugzeug. Ja, ihr habt richtig gelesen! Ein Sprung aus 15.000 Feet (4.572 Meter). Dies dürfte der aufregendste Moment meines Lebens gewesen sein. Ich hatte Angst – wirklich pure Angst. Es blieb nur leider so wenig Zeit sich darüber Gedanken zu machen, was soeben passiert. Lange Rede, kurzer Sinn: ES WAR GEIL GEIL GEIL!!! Der Moment, wenn man aus dem Flugzeug springt, gefolgt von einem etwa 60-sekündigem freien Fall bei rund 200 km/h und dann Paragliding über die wunderschöne Landschaft von Wanaka. Unglaublich!!! Schaue Dir hier am besten mein Video auf YouTube an.

Queenstown auch bekannt als “Adventure Capital” Neuseelands ist wirklich eine geniale Stadt. Ob Bungee-Jumping, Skydiving, Canyon-Swing, Wildwasser-Rafting und Jetboot fahren – hier bleibt für Adrenalinjunkies kein Wunsch offen. Es gibt aber auch schöne Restaurants, Cafés, tolle Bars, etc. Langweilig wird hier definitiv niemandem!

Neuseeland Südinsel Queenstown im Regen

Da wir aber erstmals genug von Abenteuer hatten, erkundeten wir zunächst die Umgebung. Leider regnete es. Nichtsdestotrotz tuckerten wir entlang des Lake Wakatipu bis wir schließlich in Glenorchy ankamen. Eine herrliche Fahrt mit tollen Ausblicken (trotz der verregneten Landschaft).

Neuseeland Südinsel Queenstown Flame Bar and Grill

Ausgehungert kamen wir wieder in Queenstown an. Wir haben ja schon viele Spare Ribs gegessen (ob in den USA, Kanada, Schottland, zu Hause, etc.), aber im Restaurant “Flame Bar and Grill” verspeisten wir Spare Ribs wie noch nie zuvor! Zwar war es nicht sehr günstig, aber mit Abstand die besten, die wir jemals gegessen hatten.

Ausflug zu den Milford Sounds

Schon allein die Anreise aus Queenstown zu den Milford Sounds bietet eine atemberaubende Landschaft. Entlang der Ufer des Te Anaus Sees sollte man mehrere Fotostopps einplanen.

Mit einer Länge von 15 km ist der Milford Sound das größte Fjord des Fjordland Nationalparks im Südwesten der Südinsel von Neuseeland. Mit über 200 Regentagen zählt diese Gegend zu den regenreichsten Regionen der Erde. Auch wir erlebten den Regen dort, aber es war nicht weiter dramatisch, denn bei Regen bilden sich im Fjord und in den Bergen auf dem Weg dorthin tausende von temporären Wasserfällen, die tatsächlich super schön anzuschauen sind.

Während einer halbtägigen Bootstour konnten wir die atemberaubende Landschaft (inkl. Robben auf den Felsen) vom Wasser aus entdecken. Die Boote fahren ganz schön nah an die Wasserfälle heran, besser man geht in Deckung.

Trotz des Regens waren wir verzaubert von der spektakulären Natur. Der Milford Track gilt als einer der schönsten Wanderwege der Welt und führt über 53 Kilometer vom Lake Te Anau bis zum Sandfly Point. Aufgrund der wenigen Hütten mit Schlafplätzen ist der Track ohne Reservierung nicht möglich! Empfohlen ist bereits 3 bis 4 Monate vorher zu buchen. Gerade wer zur Hauptreisezeit unterwegs ist, sollte bereits 6 Monate vorher gebucht haben. Schade! Steht bereits auf unserer Bucket List für die nächste Neuseeland-Reise!

Das wunderbarste an Neuseeland ist die wechselnde Landschaft. Einen Tag im Fjordland, den nächsten Tag an einem paradiesischen Strand und am übernächsten Tag steht man auf dem Gletscher. Leider regnete es am Franz Josef, sodass wir weder eine Hiking-Tour noch einen Helikopterflug machen konnten. Wir waren dennoch begeistert von den Gletschern und fantastischen Naturwundern. Besonders beeindruckend sind die Franz Josef und Fox Gletscher!

Neuseeland Südinsel Franz Josef Gletscher

Auf der Strecke von Franz Josef nach Punakaiki erlebten wir unser “blaues Wunder”. Wir verbrachten die Nacht in Greymouth natürlich in unserem Campervan. In dieser Nacht kam ein Gewitter auf, in einer Stärke, wie wir es zuvor noch nie erlebt haben. Unser Vehicle wackelte – da kann man es schon ein wenig mit der Angst zu tun bekommen. Glücklicherweise ist nichts weiter passiert, aber am nächsten Morgen stand die Katastrophe bevor: umgekippte Bäume, vollgelaufene Häuser, Brücken- bzw. Straßensperrungen, Überschwemmungen so weit das Auge reicht. Die Kiwis paddelten mit ihrem Kanu im Vorgarten – sie taten uns richtig leid. Noch nicht mal die Schäden in Kaikoura vom Erdbeben behoben (geschweige denn in Christchurch), schon steht die nächste Katastrophe an. Wir saßen mit unserem Campervan in Greymouth fest und mussten warten, bis die Straßen wieder “freigeschaufelt” waren.

Stunden später ging es voran und wir konnten endlich weiterfahren. 20 Kilometer entfernt von Greymouth verzogen sich die Wolken, die Sonne schien und niemand in dieser Gegend hat vermutlich mitbekommen, wie krass die Stimmung in Greymouth ist. Auch wir waren heilfroh, davon gekommen zu sein und steuerten die Pancakes Rocks an. Noch ein wenig geschockt von dem Erlebnis am Vortag, genossen wir dennoch die Aussicht auf die Felsformationen, die wie gestapelte Pfannkuchen aussehen.
Neuseeland Südinsel Pancakes rocks
Wir hatten genug vom vielen Regen und fuhren schnurstracks in die sonnigste Region Neuseelands nämlich Nelson. Auch wenn es eine lange Fahrt war, wir wollten a) Sonne tanken und b) genossen wir auch die Fahrt, da wir durch wunderschöne Berg-Tal-Landschaften gefahren sind und mit jedem Kilometer der Weinregion immer näher kamen. Und tatsächlich kamen wir bei herrlichem Sonnenschein an. Sofort suchten wir uns ein schönes Übernachtungsplätzchen, gingen in die City, um uns Räder zu leihen. Es war herrlich nach den Regentagen in der Sonne zu radeln, direkt am Meer, mit Rasten an schönen Orten, Straßenkünstler zu beobachten, usw.
Wir dachten, dass wir jetzt wieder Glück mit dem Wetter hätten und müssten nur 3 Regentage “verbuchen”. Leider Pech gehabt. Angekommen im Abel Tasman Nationalpark und wir sahen nur Wolken, Wolken, Wolken. Neuseeland heißt wohl nicht umsonst “Land der langen weißen Wolke”.
Wolken stören in erster Linie mal nicht, weshalb wir uns dennoch entschieden zu Kajaken. Es war zwar etwas kühl, aber trotzdem war es super super schön durch den Nationalpark zu paddeln und viel über Natur und Tiere zu erfahren.
Neuseeland Südinsel Abel Tasman Kayak
Als wir in der Bucht ankamen unternahmen wir eine Wanderung durch den Nationalpark. Und warum auch immer, der Wettergott meinte es nicht gut mit uns. Es regnete wie aus Eimern und wir hatten eine 12,4 km lange Wanderung vor uns. Nachdem wir eh schon klatschnass waren, wanderten wir eben im strömenden Regen. Noch nie in meinem Leben bin ich so lang im Regen gelaufen. Tropfnass (völlig untertrieben) kamen wir endlich an unserem Campervan an. Eine gefühlte einstündige heiße Dusche und ein Pfund Spaghetti munterte die Stimmung wieder auf. Tja, auch beim Reisen ist eben nicht alles Gold was glänzt!
Neuseeland Südinsel Abel Tasman (2) Neuseeland Südinsel Abel Tasman (1)
Am nächstenNeuseeland Januar 2017 Wetterbericht Morgen regnete es immer noch. Monatelang freuten wir uns auch auf die Golden Bay, aber auch hier machte uns der
Regen einen Strich durch die Rechnung. Die einzige Straße, die dort hinführt, war aufgrund von Hochwasser gesperrt! Wir kehrten um und hatten endgültig genug vom vielen Regen. Mit rasender Geschwindigkeit steuerten wir Picton an und siedelten auf die Nordinsel über, denn so sah der Wetterbericht aus.

Traurig aber wahr… wir hatten früher als geplant die Südinsel verlassen. Und dass obwohl wir im Vorfeld von vielen hörten, dass das die schönere Insel ist. Wir trösteten uns allerdings mit dem Gedanken, dass wir irgendwann wieder kommen und dann hoffentlich mehr Glück haben!

Fazit Neuseeland Südinsel: Abgesehen von den Regentagen, war die Südinsel für uns ein wahres Paradies. Die wechselnden atemberaubenden Landschaften, traumhaft schöne Sonnenauf- bzw. untergänge, Skydiving in Wanaka, Schwimmen mit Delfinen in Kaikoura, Babyseelöwen beobachten, Radtour in Nelson, usw. machen diese Insel für uns unvergesslich! Im Mittelpunkt der Südinsel stehen die beeindruckenden Fjorde, einsame Seen und die mächtigen Alpen.

Fazit Camping: So sehr wie es lieben in der Natur (beispielsweise direkt am Meer) zu übernachten, bei strömenden Regen wünscht man sich nichts mehr als eine Badewanne, ein warmes Bett und ein richtiges Dach über dem Kopf. Ein Tag Regen macht nichts aus, zwei Tage Regen auch noch okay, einen dritten Tag übersteht man irgendwie, aber ab dem vierten Tag grrrr!

Wichtig:

  • Auch wenn die self-contained vehicles (Camper mit Toilette an Bord) etwas teurer sind, nur mit diesen Fahrzeugen ist es erlaubt, an den wunderschönen und einsam gelegenen Orten zu nächtigen. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten: es ist ein verbreiteter Irrtum, dass man einfach so überall zelten kann. In der Regel sind die hübschen Weiden und Wäldchen Privatbesitz. Ohne Erlaubnis des Besitzers ist das Campen hier untersagt! Nutze die vielen offiziellen Campgrounds oder Holiday Parks. An manchen Stellen darf man kostenfrei für eine Nacht campen. Diese Plätze nennen sich “Freedom Camping”. Die örtlichen DOC Informationszentren geben Auskunft, wo aktuell das “Freedom Camping” erlaubt ist.
  • „Vier Jahreszeiten an einem Tag” sind tatsächlich vielerorts ganz normal. Dementsprechend sollte man für jedes Wetter gewappnet sein. Am besten eignen sich Outdoor-Klamotten, die schnelltrockend und leicht sind.

Wenn du wissen willst, wie unsere Reise auf der Nordinsel weiterging, klicke hier:

KEIN REGENTAG mehr auf der Nordinsel! Yaaaay

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