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Keep calm and dive Nha Trang

Die 5-stündige Busfahrt von Da Lat nach Nha Trang war einfach wieder unglaublich spektakulär. Eine Berg- und Talfahrt, vorbei an großen Wasserfällen und unbegrenzt schöner Natur. Schon bei der Ankunft in Nha Trang stand fest, dass ich mich hier längst nicht so wohl fühle wie in Da Lat. Es lag nicht am Hostel, sondern an der Stadt selbst. Die erste vietnamesische Stadt, die mir tatsächlich nicht gefallen hat. Ich bin einfach kein Freund von hohen Hotelanlagen, Massentourismus und überlaufenen Stränden.

Ich flanierte die Strandpromenade auf und ab, beobachtete die vielen Menschen, aber mein Blick haftete immer wieder an den Booten, die auf dem Weg ins Weite waren. Mit einem Schlag wurde mir klar, dass es für mich nur zwei Möglichkeiten gibt:

  1. Sofort weiterreisen oder
  2. abtauchen

Während ich weiterschlenderte ging es vorbei an mehreren Tauchschulen. Spontanaktionen sind die besten, deshalb meldete ich mich kurzentschlossen an. Eigentlich war der PADI Open Water Course erst für Thailand geplant, aber es hat mich schon früher gepackt. Voller Motivation ging ich von Tauchschule zu Tauchschule, um Preise zu vergleichen und die Tauchlehrer kennenzulernen. Letztendlich habe ich mich für Sailing Club Divers entschieden und kann diese absolut empfehlen!

Direkt am nächsten Tag ging es los. Um den PADI Open Water Tauchkurs zu bestehen, braucht man neben Pool-Übungen und der Tauch-Theorie noch 4 Freiwasser-Tauchgänge. Darüber hinaus wird geprüft, ob man in der Lage ist, 200 Meter zu schwimmen und zehn Minuten Wassertreten kann. Der erste Tag bestand aus viel Theorie und einigen Stunden im Pool, um die Skills zu erlernen. Wunderbar, dass ich in Australien am Great Barrier Reef als Scubadiver  bereits erste Erfahrungen sammeln konnte.

 

Am zweiten Tag ging es raus aufs Meer und die ersten zwei Tauchgänge standen bevor. Ohhhh dieses Gefühl, wenn ich meine Flossen anziehe, meine Taucherbrille aufsetze und den letzten großen Schritt mache, um ins Wasser zu plumpsen. Wunderbar!

 

Vor jedem Tauchgang: vorbereiten, anlegen und einstellen der Ausrüstung sowie der Sicherheitscheck.

Alles was wir am Tag zuvor im Pool geübt hatten, muss im Laufe der nächsten zwei Tage (in vier Tauchgängen) unter Beweis gestellt werden, um zu zeigen, dass man es verstanden hat und auch umsetzen kann: Tarierungskontrolle/Kontrolle der Gewichte, Krampf lösen – bei sich und beim Tauchpartner, ermüdeten Taucher 25 Meter schleppen/schieben, Wechsel von Schnorchel auf Lungenautomat, kontrollierter Abstieg, ablegen des Gewichtssystems an der Oberfläche, neutraler Auftrieb, teilweise und total geflutete Maske ausblasen, Lungenautomat wiedererlangen und ausblasen, atmen aus der alternativen Luftversorgung, stationär und Aufstieg, Navigation mit dem Kompass und und und…

Zwischen den Übungen darf man auch immer wieder die Unterwasserwelt genießen.

Nach vier Tauchgängen in verschiedenen Riffen hatte ich alle Übungen gemeistert. Nachdem auch die theoretische Prüfung geschafft war, hatte ich den Schein in der Tasche. Nun stehen mir alle Ozeane offen und ich freue mich unendlich darauf die Unterwasserwelt zu erkunden. Als Open Water Diver ist es mir gestattet bis zu einer Tiefe von 18 Meter zu tauchen. Mal sehen, ob es ausreicht und falls ja, wie lange. Bis ich in Thailand ankomme, werde ich schon noch einige Male abtauchen. Ich liebäugle schon heute mit dem Gedanken, mich in Thailand zum Advanced Open Water Diver weiterzubilden, sodass ich 30 Meter abtauchen darf. Aber jetzt fange ich erstmal klein an und sammele ein wenig Erfahrungen. Fakt ist definitiv:

Tauchen macht glücklich! 

… aber auch müde und vor allem hungrig. Das Streetfood in Nha Trang ist super lecker!! Auch wenn die Stadt mir anfangs nicht wirklich zugesagt hat, waren es dennoch schöne Tage. Dies obliegt aber einzig und allein dem Tauchschein.

So kurz vor Weihnachten habe ich mir selbst einen großen Wunsch erfüllt. Juhuuu. By the way: Ich wünsche euch allen eine schöne Vorweihnachtszeit. Es ist ja schon bald so weit. In Vietnam hält sich die weihnachtliche Stimmung in Grenzen. Glühwein, Plätzchen und Stollen habe ich leider noch nicht entdeckt, aber dafür andere schöne Dinge. Viele fragen mich, wo ich denn Weihnachten feiern werde – ich habe keine Ahnung und das ist auch gut so. Vermutlich plane ich mein “Weihnachtsprogramm” am 23.12. 🙂

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