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Einblicke in Zentralthailand

You have to be here to believe it!

Maeklong Market

In Samut Songkhram (70 km südwestlich von Bangkok) gibt es einen Markt, durch den mehrmals täglich ein Zug fährt. Wir konnten es nicht glauben, bis wir es live gesehen haben. Unglaulich aber wahr! Direkt an den Gleisen sitzen die Thais unter sonnenschützenden Markisen und verkaufen exotisches Obst und Gemüse, Fleisch, fangfrischen Fisch, Gewürze, Suppen, Insekten, Säfte, etc. Ein Stand reiht sich an den nächsten zu einem langen und schmalen Markt entlang beider Seiten – und dazwischen verlaufen die Schienen.

Zentralthailand Maeklong Market

Sobald sich die Lok mit lautstarkem Gehupe ankündigt, werden in Sekundenschnelle die Schirme und Markisen eingeklappt. Nur wenige cm fährt der Zug an Fisch und Gemüse vorbei. Das ein oder andere Grünzeug überlebt es leider nicht.

Zentralthailand Maeklong Market Schirm Zentralthailand Maeklong Market Lok

Nachdem der Zug vorbei ist, werden die Markisen wieder heruntergelassen und die Schirme aufgeklappt – das Geschäft geht weiter! Achtmal am Tag findet dieses Spektakel statt – die Thais sind geübt, denn bis heute kam es -glücklicherweise- noch zu keinem größeren Unfall.

Abenteuer auf dem River Kwai

Mit dem Longtailboot ging es durch eine bergige Dschungellandschaft in die Jungle Rafts. Hast du schon einmal in einem schwimmenden Häuschen auf Bambuspontons übernachtet? Nein?! Dann solltest du das unbedingt tun!

Zentralthailand River Kwai Jungle Rafts Zentralthailand River Kwai Jungle Rafts kein Strom nur Öllampen

Hier gibt es keine Elektrizität. Wie romantisch es ist, am Abend in der Hängematte auf der Veranda im flackernden Öllampenlicht zu sitzen. Back to the roots – kein Fernsehen und auch kein Internet. Es ist einfach nur unbeschreiblich schön die Stille und die Natur zu genießen. Obwohl es am Abend ziemlich frisch werden kann, wollten wir uns nicht entgehen lassen, in den Fluss zu springen und uns von der Strömung treiben zu lassen. Geduscht wird natürlich kalt und ggf. mit einer Taschenlampe.

Wunderschöne Tage mit Dschungelfeeling – für Erholungssuchende absolut zu empfehlen! Ein absolutes Highlight unserer Reise. Du möchtest dieses Abenteuer auch erleben? Dann klicke hier.

Zentralthailand River Kwai Jungle Rafts Nebel Zentralthailand River Kwai Jungle Rafts im Fluss treiben lassen

Erawan Wasserfälle bei Kanchanaburi

Defintiv lohnenswert ist ein Abstecher in den 550 km² Nationalpark Erawan, der berühmt ist für seinen 7-stufigen Wasserfall. Der Name des Nationalparks stammt von einem dreiköpfigen Elefanten aus einer hinduistischen Mythologie. Um den höchsten Wasserfall (der auf etwa 500 Meter liegt) zu erreichen, benötigt man etwa eineinhalb Stunden. Es ist eine Strecke von 1,5 km durch eine schöne Dschungellandschaft.

Schon nach einem 10-minütigem Fußmarsch (warm-up) erreichten wir die ersten Stufe von einem der schönsten Wasserfälle Thailands. Unbedingt Badesachen und Handtuch dabei haben, denn in jedem Naturpool ist es erlaubt zu baden. Wie erwähnt verfügt der Erawan Wasserfall über sieben Stufen. Die eine Stufe eignet sich besser, um zu schwimmen, die andere eher weniger. By the way: Manche kehren nach der 4. oder 5. Stufe um, somit eignen sich die Stufen 6 und 7 besonders zum Schwimmen.

Um die Umgebung sauber zu halten haben sich die Thais etwas besonderes einfallen lassen: Nach der 2. Stufe muss man seine mitgebrachten Getränke kennzeichnen lassen und 20 Bath (umgerechnet ca. 50 ct.) pro Flasche als Pfand hinterlegen. Auf dem Rückweg zeigt man seine leeren Flaschen wieder vor und bekommt das Pfand zurück.

Über ein paar Treppen geht es zu Stufe 3 und weiter zu 4. Die Wege durch den Dschungel und die Abkühlungen in den Naturpools machen diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass in jedem Naturpool Fische sind, die an den Füßen “knabbern”? Es gibt Menschen, die für Fisch-Spa Geld bezahlen – hier hat man das im Eintrittspreis des Nationalparks (der wirklich super günstig ist) inklusive!

Nach der 4. Stufe ist der Weg nicht mehr wirklich ausgebaut. Es kann teilweise etwas rutschig sein, aber keine Sorge: wir haben den Weg mit Flipflops gemeistert. Eigentlich ist festes Schuhwerk empfohlen, aber es geht eben auch anders.

Stufe 5 war schnell erreicht – kurze Abkühlung und weiter zu Stufe 6. Wir wollten möglichst schnell an der höchsten Stufe ankommen, um den Massenansturm nicht mitzubekommen. Baden konnten wir schließlich auf dem Rückweg auch wieder.

Wie erwartet ist die letzte Stufe des Wasserfalls die schönste. Strahlend blaues Wasser und unendliche viele kleine Fische, die nur auf unsere “toten Hautzellen” warteten.

Auch wenn die Wasserfälle sicherlich kein Geheimtipp mehr sind, der Erawan Nationalpark ist definitiv einen Besuch wert! Have fun and:

Take only memories, leave nothing but footprints

Fahrt mit der Burma Bahn entlang des River Kwai

Wer kennt nicht den Film “Die Brücke am Kwai” aus dem Jahr 1957. Kein anderes Bauwerk symbolisiert so sehr das Grauen des Zweiten Weltkriegs im asiatischen Raum. Beim Bau der Strecke von Burma nach Thailand durch die Japaner verloren Tausende Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene ihr Leben. Heute zählt die “Death Railway” (Todeseisenbahn) und die Brücke am Kwai in der Nähe von Kanchanaburi zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten im westlichen Zentralthailand.

Wir stiegen an der Endstation Nam Tok Sai Yok Noi (in offiziellen Fahrplänen nur Nam Tok genannt) zu. Tipp: Unbedingt auf der rechten Seite sitzen, da man hier die beste Aussicht auf den River Kwai und den Dschungel hat. Der Zug ist sehr einfach gehalten und klassenlos mit Hartschalensitzen. Wie in jedem thailändischen Zug,werden auch hier Snacks, wie süßer Klebereis, Hühnerbeine sowie Getränke angeboten. Mit der nostalgischen Bahn fuhren wir durch wunderschöne Landschaften entlang des Flusses; vorbei an kleinen Dörfern, Papaya- und Bananenplantagen, Palmenhainen, Reisfeldern und Zuckerrohr. An der Station “River Kwai Bridge” stiegen wir aus.

Zentralthailand River Kwai Fahrt

Brücke am Kwai

Die Originalbrücke, die aus Holz war, wurde im Krieg im Jahre 1944 zerstört. Die heutige Brücke ist eine Eisenbahnkonstruktion über den Fluss Kwae Yai. Über die historische Brücke kann man laufen. Gelegentlich kommen Züge entgegen. Es gibt kleine Einbuchtungen, in denen man verweilen kann bis der Zug vorbei ist. Durch den Film wurde die Brücke populär. Aufgrund des starken Touristenansturms unbedingt die Brücke am frühen Morgen besichtigen. Das frühe Aufstehen wird auch mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt.

Königsstadt Ayutthaya

Wir beschäftigten uns im Vorfeld lange mit der Frage: “Lohnt es sich Ayutthaya anzuschauen, ja oder nein?” Mit bestem Gewissen kann ich heute sagen: es hat sich definitiv gelohnt! Mehr als 400 Jahre lang war Ayutthaya Hauptstadt des Königreichs Siam, bis die Stadt im April 1767 von den Burmesen erobert, geplündert und fast völlig zerstört worden ist. Erst im Jahre 1956 wurden die zerstörten Anlagen wieder saniert. Ein großer Teil der historischen Altstadt gehört seit 1991 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es ist zwar nur noch ein Bruchteil zu sehen, aber die übrig gebliebenen Ruinen machen deutlich, wie prachtvoll die Stadt einst gewesen ist.

Da das Gelände sehr weitläufig ist, mieteten wir uns Fahrräder, um die Gegend zu erkunden. Keine Sorge: Alternativ gäbe es auch Tuk-Tuks. In und um Ayutthaya gibt es weit über 500 alte (meist zerfallene) Tempel oder Paläste. Von einigen stehen auch nur noch Grundmauern oder Mauerreste. Die meisten Anlagen öffnen morgens um 08:00 Uhr – wer ein Foto ohne viele Touris möchte, sollte schon früh auf den Beinen sein. Der frühe Vogel fängt den Wurm! Die Anlagen schließen zwischen 18 und 19 Uhr. Danach werden sie effektvoll beleuchtet.

In Ayutthaya haben wir erfahren, warum Thailand auch das “Land des Lächelns” genannt wird. Wir wohnten im Tamarind Guesthouse, welches in einer kleinen Seitenstraße, direkt gegenüber des Tempels Wat Maha That liegt. Vorsicht: Dieser Ort lädt zum Bleiben ein! Das Guesthouse ist sehr farbenfroh und mit viel Liebe eingerichtet. Die Hausbesitzerin ist weit über 80 Jahre alt. Wir wurden von ihr mit so viel Gastfreundlichkeit willkommen geheißen, dass wir gar nicht mehr weg wollten. Immer wieder schenkte sie uns Kekse, Bananen oder Kaffee und sogar Moskitospray. Wir schenkten ihr als Dankeschön unser schönstes Lächeln, da es in der thailändischen Kultur eher als unfein gilt, sich durch Handschlag, Umarmung oder Kuss zu bedanken/begrüßen etc.

Ein Abstecher nach Ayutthaya ist definitiv lohnenswert! Alleine der Anblick der alten Tempelruinen in der Abendsonne wird uns für immer in Erinnerung bleiben. Es ist ein Muss für jeden, der mehr sehen und erleben will als paradiesische Strände und kristallklares Wasser.

Wir lieben die Mischung aus allem. Die ersten Einblicke in Zentralthailand überwältigten uns. Jedoch waren wir für den ersten Teil gesättigt, weshalb wir uns auf den Weg in den Süden machten, um nun die paradiesischen Strände zu erleben!

Nichtsdestotrotz kommen wir wieder, da wir noch lange nicht genug von der thailändischen Kultur erlebt haben!

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