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Der Bolaven-Plateau Loop mit dem Motorbike

Laos Bolaven-Plateau

Hatte ich nicht meinen letzten Artikel beendet mit “…wir freuen uns auf entspannte Tage…”?! Bei uns scheint das ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Von früh bis nachts sind wir auf Achse – die Abenteuerlust ist größer als alles andere.

Heute fasse ich mich ganz kurz – versprochen. Wir haben einen überaus anstrengenden Tag hinter uns (mehr dazu im nächsten Artikel).

Ich wollte nur kurz von unserem Motorbike-Trip auf dem Bolaven-Plateau berichten. Viel Grün, beeindruckende Wasserfälle und Kaffeeplantagen machen diese Gegend sehr reizvoll. Allen voran ist aber auch zu betonen, dass diese Ecke abseits der Touristenpfade liegt. Leuchtende Kinderaugen und neugierige Blicke der Erwachsenen erwecken den Anschein, dass hier nicht sehr viele Touristen unterwegs sind. Eines Abends sind wir an einer Kinderschar vorbeigelaufen, die unbedingt Fotos von und mit uns machen wollten. Sie waren so beeindruckt, hielten uns liebevoll fest und wollten uns nicht mehr gehen lassen. Auch ohne große Worte, spürte man die grenzenlose Freude. Drei Tage waren wir mit dem Moped unterwegs. Der kleine Loop ist etwa 200 Kilometer lang. Wir befanden uns etwa 1500 Meter über dem Mekong-Tal, es ist hier abends durchaus etwas kühler, aber die Natur verzaubert mit den minzgrünen Wasserfällen und Becken – in manchen kann man sogar schwimmen.

Hier einige Impressionen:

Da wir uns inmitten wunderschöner Natur befanden, ist es nicht verwunderlich, dass auch mal eine Schlange den Weg kreuzt. Nach einer schnell bemerkten Antipathie und ruckartiger Bewegung ging jeder schnellst möglich in eine andere Richtung. Die Schlange in das Gebüsch und ich – nicht schreiend, aber schnell – in die eigentlich falsche Richtung. Ursprünglich wollte ich die Stufen nach unten, aber dann habe ich mich umentschieden.

Der einzige Nachteil des Plateaus sind die teilweise schlechten Straßenverhältnisse. So schön die Natur auch ist, aber die Schlaglöcher können auf Dauer anstrengend werden. Es ist auch Vorsicht geboten, da immer wieder Kuhherden, freilaufende Hühner, wilde Hunde, Ziegen oder Schweine die Straße überqueren. Wohl gemerkt waren wir mit vier Rucksäcken und einem Moped unterwegs. Abgesehen davon bin ich mit meinen Flipflops in einen Ameisenhaufen getreten (was macht man nicht alles für ein gutes Foto von den Kaffeebohnen!)

Am Ende eines Tages sollen deine Füße dreckig sein, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein. 

In den letzten Tagen erreichten mich viele besorgte Nachrichten. Dies ist wohl auf den letzten Beitrag des Grenzüberganges zurückzuführen. Wie ihr seht geht es uns – abgesehen von kleinen Malheuren *smile – richtig gut. Wir wollten eine Abenteuerreise mit Spiel, Spaß und Spannung. Nun haben wir sie – Pauschalreisen sind eben nicht unser Ding. Mittlerweile sind wir 15 Tage unterwegs. Bisher haben wir weder Strand noch Meer gesehen, geschweige denn mal einen Tag Erholung eingelegt. So langsam sind wir ein wenig ausgebrannt. Der Körper sehnt sich nach einer kleinen Pause…

Wie versprochen, ein kürzerer Artikel, obwohl mir eigentlich noch viel einfallen würde. Prinzipiell könnte ich über jeden einzelnen Tag einen Beitrag schreiben, denn das ist das Besondere am Reisen: kein Tag ist wie der andere und es gibt keine Routine. Klar, es ist teilweise anstrengend. Rucksack packen, Rucksack schleppen und nächtlich das Moskitonetz über dem Bett anbringen. Das chaotische Asien lässt uns gelegentlich an die Grenzen kommen, die hohe Luftfeuchtigkeit macht uns – gerade bei Ortswechseln – zu schaffen. Der Smog, der Verkehr, der Trubel, die Gerüche, usw. ABER: die Strapazen lohnen sich, denn nur so sieht man, wie wunderschön unsere Welt tatsächlich ist! Eine “echte Reise” muss wirken und sie regt an, über Gott und die Welt nachzudenken. Ich gebe zu, dass das Unbekannte oftmals zur Herausforderung werden kann, aber wer auf abenteuerliche Art und Weise die schönsten Fleckchen gesehen haben möchte und in die Kultur eintauchen will, muss eben schwitzend in einem defekten Bus mit Einheimischen und lebendigen Tieren sitzen… Fortsetzung folgt!

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2 comments

  1. Sensationelle Reiseberichte.

    1. Danke. Freue mich sehr, dass ich dich begeistern kann 🙂

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